Heute Morgen ist Chrischi voller Schrecken aufgewacht. Im Traum stellte er fest, dass er seinen Praktikumsbericht bereits vor 2 Tagen hätte abgeben sollen. Uns blieb nichts anderes übrig als die Pläne des Tages zu ändern und nach Karatah zu rauschen. In diesem kleinen Küstenstädtchen befindet sich eine nette kleine Bibliothek in der wir den Tag verbrachten. Chrischi haute auf die Tasten wie ein Weltmeister und nach 4 Stunden hatte er das Meisterwerk zu Papier gebracht. Anschließend wollte er es per Email an seinen Praktikumsbetreuer schicken, hat aber kurz darauf die erschreckende Fehlermeldung bekommen, dass sein Chef sich im Jahresurlaub befindet und erst wieder am 28. Juni zurück kehrt. Doch nicht nur dass, zu der schlechten Nachricht kam auch eine übel gelaunte Bibliothekarin, die Aussi fragte, ob er denn schon die Internetgebühr von 4 Dollar gezahlt hatte. Chrisch nickte freundlich und tippte weiter. Die gehässige Bibotante suchte nach dem Eintrag im Internetbuch, doch konnte nur einen vor 3 Stunden finden. Entsetzt rief sie ihm wieder zu: „Aber das war doch vor 3 Stunden“. Chrischi lächelte verschmitzt und ich sah, dass er schon zum bibliothekstypischen: „Tsssschhhh, leise!!!“ ausholen wollte. Im letzen Moment besann er sich und fragte freundlich ob das denn nun solch ein großes Problem sei. Die Frau hinter der Theke nickte energisch, sodass Chrisch aufstand, zu mir getrottet kam und nach 4 Dollar bettelte. Nach einer viertel Stunde kam Chrisch wieder mit strahlenden Lächeln zu mir und warf die 4 Dollar hoch als wolle er Kopf-oder-Zahl spielen. „Guck ma was ich hab“ stammelte er zufrieden und mit breitem Grinsen. „Wie hast du das denn gemacht?“, fragte ich ihn. Doch er lächelte nur und verwies auf seine Flirtkünste.
Da der Tag nun fast vorbei war, schafften wir nur noch 120 km weiter und hielten auf einer Raststätte. Dort haben wir uns bei einem luxuriösen Buschdinner den Sonnenuntergang angeschaut.